Unter SolMan Migration wird der strukturierte Übergang vom SAP Solution Manager auf eine Nachfolgeplattform verstanden. Die Migration betrifft nicht nur die eingesetzte Software, sondern die gesamte ALM-Architektur: Change Request Management, Testmanagement, IT Service Management, Release- und Transportprozesse sowie organisatorische Prozesse.
SAP hat die Mainstream-Wartung für den SAP Solution Manager 7.2 auf den 31. Dezember 2027 befristet. Extended Maintenance ist bis 2030 möglich, aber kostenpflichtig und nicht für alle Funktionen verfügbar. Für Kunden mit produktivem ChaRM-Einsatz ist die funktionale Deckungsgleichheit der Zielplattform zentral.
Pfad A: SAP Cloud ALM. SAP-nativer Cloud-Pfad, empfohlen für RISE-Kunden. Strategisch gesichert, funktional noch nicht vollständig gegenüber SolMan. Besonders für Multi-Landschafts-Szenarien geeignet.
Pfad B: Third-Party-Plattformen. Alternativen für Einzellandschaften und komplexe Multi-Landschaften. Volle Transport-Orchestrierung, CSOL-Schutz, Downgrade Protection. Höhere Migrationsaufwände, aber funktionale Vollständigkeit.
Pfad C: Extended Maintenance. Technisch möglich bis 2030, aber keine strategische Option für die meisten Kunden. Verschiebt das Problem, löst es nicht.
CSOL-Lücke in Cloud ALM. Für Single-Landscape-Kunden mit paralleler Linienführung fehlt der CSOL-Schutz in Cloud ALM. Downgrade-Problem-Risiko bleibt bestehen.
Zeitdruck. Konformitätsbewertungen und Migrationsprojekte dauern 6-18 Monate. Wer 2026 noch nicht gestartet hat, wird unter Druck migrieren.
Früh starten, auch wenn die Entscheidung noch offen ist. Mit dem Funktionsinventar beginnen, Lücken identifizieren, Zielarchitektur skizzieren.
Landschaftsstruktur als Entscheidungskriterium. Single-Landscape vs. Multi-Landscape entscheidet massgeblich über den richtigen Migrationspfad.
Die SolMan Migration ist für die meisten SAP-Kunden keine Option, sondern ein Termin: 31.12.2027. SAP Cloud ALM ist der strategische Nachfolger, deckt aber nicht alle ChaRM-Funktionen ab, besonders im Single-Landscape-Fall. Third-Party-Plattformen schliessen diese Lücken, erfordern aber höhere Migrationsaufwände.